Ursache einer Verstopfung bei Katzen können z.B. Haarballen, Übergewicht, Stress oder eine Krankheit sein. Um eine leichte Verstopfung bei Katzen zu lösen, können Hausmittel wie Pflanzenöl, Milch, Leber oder Malzpaste sowie eine Ernährungsumstellung helfen. Bei anhaltenden Problemen muss die Katze zum Tierarzt.
Symptome: Wie erkenne ich, ob meine Katze eine Verstopfung hat?
Wenn Sie eine Wohnungskatze besitzen, ist es relativ einfach, eine Verstopfung bei Ihrer Katze zu erkennen. Hierzu genügt eine regelmäßige Kontrolle des Katzenklos. Wesentlich schwieriger ist die Beurteilung bei Freigängerkatzen, die die Katzentoilette nur selten aufsuchen. Bei Ihnen müssen Sie etwas genauer hinsehen.
Folgende Symptome können bei Katzen auf eine Verstopfung hindeuten:
Mit einer Verstopfung ist nicht zu spaßen! Wenn Ihre Katzehiervon betroffen ist, sollten Sie die Ursache dafür finden. Ein Grund könnten zum Beispiel Haarballen in ihrem Magen-Darm-Trakt sein. Vor allem bei Langhaarkatzen können während des Fellwechsels beim Putzen größere Mengen verschluckt werden. Zum Teil werden sie ausgeschieden oder die Katze würgt diese hervor. Gelingt dies aber nicht in ausreichender Menge, kann eine Verstopfung die Folge sein. Abhilfe können Sie mit intensivem Kämmen der Katze schaffen.
Auch die Ernährung kann ein Grund für die Verstopfung bei einer Katze sein. Zum einen sollten Katzen nicht übergewichtig sein, denn damit verbunden ist zumeist eine eingeschränkte Aktivität, welche Einfluss auf die Darmtätigkeit hat. Außerdem kann das Futter Ursache für eine Verstopfung sein: Wenn Katzen zu wenig trinken und ausschließlich Trockenfuttererhalten, kann dies zu Problemen führen. Probieren Sie es mit mehreren Trinkschalen in der Wohnung aus, wobei keine direkt neben dem Futternapf stehen sollte. Das mögen viele nicht. Zudem kann ein Trinkbrunnen zum Trinken animieren. Darüber hinaus empfiehlt es sich, zumindest teilweise Nassfutter zur Verfügung zu stellen. Dieses versorgt die Katze automatisch mit mehr Flüssigkeit.
Leider können auch verschiedene Erkrankungen zu Verstopfungen führen. Deshalb ist es wichtig, dies tierärztlich überprüfen zu lassen. Ursache könnte unter anderem ein Tumor, Beckenbruch, eine chronische Niereninsuffizienz oder die Zuckerkrankheit sein. Auch psychischer Stress im häuslichen Umfeld, Nebenwirkungen von Medikamenten, Katzenstreu im Magen oder ein verschluckter Gegenstand kommen für eine Verstopfung in Frage.
Es ist nicht unüblich, dass die Häufigkeit des Kotabsatzes und die dabei ausgeschiedene Menge einer Katze kleineren Schwankungen unterliegt. Im Allgemeinen verrichten Katzen täglich einmal ihr Geschäft. Es ist auch in Ordnung, wenn dies zweimal pro Tag geschieht oder gelegentlich einmal ausfällt. Die meisten Katzen haben hierbei eine gewisse Regelmäßigkeit. Als Katzenhalter kennt man diese und merkt üblicherweise schnell, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Pendeln sich diese nach ein, zwei Tagen wieder ein und zeigt die Katze ein normales Verhalten, besteht normalerweise kein Grund zur Beunruhigung. Sind die Beschwerden jedoch länger anhaltend oder treten erneut auf, ist ein Tierarztbesuch notwendig.
Wenn ein Tierarzt eine Katze hinsichtlich Verstopfung untersucht, beurteilt er den Schweregrad in drei Stufen:
Je nachdem, wie der Grad der Verstopfung ist, genügt es eventuell, dass der Tierarzt lediglich ein leichtes Abführmittel gibt. Bei einer fortgeschrittenen Verstopfung ist es möglicherweise notwendig, eine Darmspülung oder einen Einlauf durchzuführen. Im Ernstfall kann auch eine Operation unausweichlich sein, beispielweise wenn ein Fremdkörper oder ein Tumor festgestellt wurden.
Sollte Ihre Katze gelegentlich eine Tendenz für etwas festeren Stuhlgang aufweisen, können Sie mit einem Hausmittel versuchen, dagegen vorzugehen. Bedenken Sie aber, dass bei dauerhaften Problemen ein Tierarztbesuch unausweichlich ist. Möchten Sie fürs erste bei einer kleineren Verstopfung ein Hausmittel testen, dann können Sie (wohldosiert) folgendes probieren: