Auch bei Katzen kann Epilepsie auftreten. Obwohl derartige Anfälle meist nicht so schlimm sind, wie sie aussehen, sollte den Ursachen auf den Grund gegangen werden. Erfahren Sie, wann Sie sich an Ihren Tierarzt wenden sollten und wie eine Epilepsie-Katze behandelt werden kann.
Wie äußert sich Epilepsie bei der Katze? Einem typischen Anfall geht eine Phase der Unruhe oder Anhänglichkeit voraus. Urplötzlich setzen Krämpfe ein, die Katze fällt um und beginnt zu zucken oder mit den Beinen zu rudern. Sie ist nicht mehr ansprechbar, setzt Harn oder Kot ab und schäumt eventuell aus dem Maul. Der Epilepsie-Anfall dauert selten länger als einige Minuten, danach kehrt das Bewusstsein zurück und die Katze verhält sich wieder völlig normal.
Obwohl dies für die Besitzer meist recht dramatisch aussieht, leidet die Katze zumeist nur wenig unter dem Epilespie-Anfall, da sie kaum etwas davon mitbekommt. Während des Anfalls sollten sich die Besitzer daher zurückhalten, das Tier nicht berühren oder umhertragen und lediglich darauf achten, dass es sich nicht verletzt, etwa durch herabfallende Gegenstände.
Im Anschluss an einen Anfall sollten Sie mit Ihrer Epilepsie-Katze einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann Beruhigungsmittel geben, organische Ursachen für die Erkrankung abklären und diese gegebenenfalls behandeln.
Meistens wird die Ursache jedoch im Gehirn verborgen bleiben. Dann hängt die Behandlung in der Regel von der Schwere der Erkrankung ab. Nur gelegentlich auftretende Anfälle von kurzer Dauer können durchaus ohne Behandlung bleiben.
Was passiert bei einer Katzen-Epilepsie im Hirn des Stubentigers? Es kommt zu vielen zeitgleichen Kurzschlüssen der Nervenzellen. Die Funktionsweise des Hirns ist gestört.
Auslöser eines epileptischen Anfalles der Katze können auch andere Erkrankungen sein wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung oder eine Stoffwechselstörung.
Eine mögliche Ursache kann auch eine Vergiftung sein. Bevor der Tierarzt die Diagnose idiopathische Epilepsie stellen kann, müssen zunächst andere Krankheiten, die den epileptischen Anfall verursacht haben könnten, ausgeschlossen werden.
Für den Tierarzt kann es hilfreich sein, wenn Katzenbesitzer ein Tagebuch führen und ihre Beobachtungen während eines Epilepsie-Anfalls genau dokumentieren. Folgende Informationen sind hierbei wichtig für den Tierarzt:
Aus diesen Beobachtungen kann der Tierarzt wertvolle Erkenntnisse ziehen.
Wenn Sie Folgendes feststellen, sollten Sie sofort mit Ihrer Katze den Tierarzt aufsuchen:
Wenn eine Tendenz zu immer kürzeren Abständen zwischen den Anfällen und/oder zu immer schwereren Erscheinungen besteht, wird der Tierarzt eine lebenslange Behandlung mit Epilepsiemitteln vorschlagen.
Diese haben in der Eingewöhnungsphase oft einige unerwünschte Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Teilnahmslosigkeit. Hier sollte der Besitzer jedoch nicht zu früh die Zuversicht verlieren: Nach einigen Monaten klingen diese Erscheinungen ab und die Katzen werden oft wieder so munter wie zuvor.