Wenn Ihr Hund Angst vor den Geräuschen von Böllern und Raketen hat, können Sie entweder einen Kurzurlaub in einer Region machen, in der Feuerwerk verboten ist, oder Sie bereiten die Silversternacht rechtzeitig vor. Unsere Tipps helfen Ihnen, mit dem Hund möglichst stressfrei ins neue Jahr zu starten.
Hunde reagieren sehr unterschiedlich auf die Geräusche von Raketen und lauten Böllern. Professionelle Jagdhunde lässt dies beispielsweise völlig kalt, schließlich gehört Schussfestigkeit zu ihrer Ausbildung. Aber auch vielen anderen Hunden scheint dies wenig auszumachen. Für manche ist die Zeit rund um Silvester jedoch die Schlimmste des Jahres. Sie zucken bei jedem Knall zusammen oder verkriechen sich in der hintersten Ecke.
Wer noch kein Silvester mit seinem Hund verbracht hat, fragt sich natürlich, wie dieser wohl reagieren wird. Vorhersehen lässt sich das nur schwer. Die Voraussetzungen für ein stressfreies Silvester sind gut, wenn der Hund bereits an laute Geräusche gewöhnt ist, als Junghund keine schlechten Erfahrungen gemacht hat und er im Allgemeinen auch nicht ängstlich ist. Zuckt er bei lauten Geräuschen jedoch schnell zusammen, dann sollte der Silvesterabend vorbereitet werden. Wichtig ist, Verständnis für die Situation des Hundes aufzubringen, denn im Gegensatz zu einer zufallenden Tür kann das Geräusch eines Böllers von ihm nicht zugeordnet werden.
Wer einen Welpen, Junghund oder ausgewachsenen Hund aufgenommen hat, der weiß noch nicht, wie der Hund auf Silverstergeräusche reagiert. Vielleicht nimmt der Hund alles relativ locker, vielleicht hat er auch Angst. Daher ist ratsam das erste Silvester gemeinsam mit den Hund zu verbringen. Sofern dieses angstfrei und ohne Probleme abgelaufen ist, könnte der Hund das nächste Silvester mit einigen Vorbereitungen auch alleine zu Hause bleiben. Grundsätzlich muss dies jedoch immer individuell entschieden werden.
Wer einen ängstlichen Hund hat und die Silvesternacht ohne Knaller verbringen möchte, kann einen Kurztrip in eine böllerfreie Gegend planen,von denen es immer mehr gibt. Üblich ist dies beispielsweise in Regionen an der Nord- und Ostsee mit vielen Reetdachhäusern. Hier ist die Brandgefahr zu hoch. Ebenso sind einige Inseln böllerfrei, darunter Amrum, Hallig Oland und größtenteils auch Sylt. Schöne Möglichkeiten bieten auch Nationalparks wie der Bayerische Wald, der Harz, die Müritz oder die Lüneburger Heide. Sie alle locken mit wunderschöner Landschaft, ideal für fantastische Spaziergänge.
Damit Ihr Hund möglichst stressfrei die Silvernacht verbringen kann, treffen Sie am besten einige Vorkehrungen:
Vom Erstverkaufstag für Raketen (zumeist am 28. Dezember) bis einschließlich 1. Januar muss man ständig damit rechnen, dass Geräusche von Böllern zu hören sind. Manche Hunde reagieren verängstigt und könnten vor Schreck davonlaufen. Daher empfiehlt es sich in dieser Zeit Hunde stets an der Leine zu führen.
Für einige Hunde sind die Geräusche der Silvesternacht so unerträglich, dass selbst Ruhezonen und Ablenkung nicht ausreichend ist. Sofern Sie wissen, dass Ihr Hund so reagiert, empfiehlt sich ein Besuch beim Tierarzt. Er kann dem Hund ein passendes Beruhigungsmittel verschreiben. Vor Selbstmedikation muss gewarnt werden.